Übernehmen bald Roboter die Chirurgie?

Roboter sind die besseren Chirurgen. Zumindest sehen das zwei Drittel der Manager und Geschäftsführer in der Gesundheitswirtschaft so.

Zu diesem Ergebnis kommt die hannoversche Personalberatung Dr. Rochus Mummert, die eine Onlinebefragung zur „Digitalisierung im Gesundheitswesen“ durchgeführt hat.

Befragt wurden Führungskräfte von Kliniken in ganz Deutschland. Dabei gaben zwei Drittel der Experten an, dass Chirurgen in den nächsten 10 Jahren von Robotern im Operationssaal übertroffen werden. Etwa jeder dritte Manager gab an, dass auch im Pflegebereich in naher Zukunft eine Änderung hin zur computergestützten Tätigkeit zu erwarten sei.

Operationsroboter schon heute im Einsatz

Bereits zum zweiten Mal führte Rochus Mummert Healthcare Consulting eine Befragung zur "Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft" durch. Die Agentur ist überzeugt, dass auch der
Stellenmarkt in Hannover sich schon jetzt durch Robotik und Digitalisierung stark verändert. Schon heute sind in vielen Kliniken Roboter zur Unterstützung des Chirurgen im Einsatz. Ein Bereich, in dem die Automatisierung bereits erfolgreich eingesetzt wird, ist die Urologie. Dreidimensionale Darstellungen von Strukturen und Organen wie Blase, Nieren oder Prostata ermöglichen den Medizinern eine winzige und punktgenaue Schnittführung mithilfe eines digitalen Assistenten.

Zwei von drei befragten Führungskräften sind davon überzeugt, dass eine Maschine künftig besser operieren wird als ihre menschlichen Kollegen. Das große Vertrauen der Mediziner in die Technologie ist für viele Führungskräfte ein positives Signal. Diese Offenheit wird ihrer Meinung nach den Einsatz der Digitalisierung in den nächsten Jahren voranbringen.
Innerhalb von 5 Jahren sehen 16 Prozent der Befragten in einem Roboter den besseren Operateur. Weitere zwanzig Prozent gehen davon aus, dass diese Entwicklung noch 10 Jahre benötigt. Ein Drittel der Studienteilnehmer ist nicht überzeugt davon, dass eine Maschine jemals einen Arzt übertreffen kann.

Digitalisierung im Pflegebereich

Zum Einsatz der Automatisierung in der Pflege äußerten sich die Befragten eher verhaltend. Immerhin 37 Prozent sehen Roboter innerhalb von 10 Jahren als die bessere Pflegekräfte. 27 Prozent meinen, dass diese Entwicklung einen längeren Zeitraum einnehmen wird. Während Japan in der computergestützten Pflege Vorreiter ist, wird Deutschland in dieser Rolle zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesehen.

Das höchste Potenzial für eine Digitalisierung nehmen 75 Prozent der befragten Führungskräfte in der Diagnostik und Verwaltung wahr. Für 57 Prozent bietet die stationäre Versorgung in den nächsten Jahren die größte Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu automatisieren. Damit konnte die Studie einen digitalen Wandel aufzeigen, der in deutschen Krankenhäusern längst Prozesse und Berufsbilder einschließt. Die Gesundheitswirtschaft scheint bereit, sich den Herausforderungen zu stellen.

 

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