Die wohltemperierte Körperhülle: Was tun gegen Frösteln?

Im Winter in der Nähe der Heizung nur mit Decke sitzen, dies kann durchaus ausreichen, um der Kälte zu trotzen. Aber draußen weht ein ganz anderer Wind, der ab und an ein Aufwärmprogramm notwendig macht.

Eine kalte Brise weht auch oft schon im Herbst und die Autos werden schon mit Winterreifen ausgestattet. Jedoch sind natürlich nicht nur der fahrbare Untersatz oder die Wohnung mit einer effizienten Beheizung und Ausstattung auf Winterkurs zu bringen, sondern auch der eigene Körper.

Damit das winterliche Frösteln nicht zum Dauerzitterprogramm mutiert, sind die eigene und die textile Körperhülle vorzubereiten.

Wärmendes für die gesamte Körperhaut

Unsere Haut ist das größte Organ und dieses kommt im Winter schnell ins Frieren. Wobei Frauen ein höheres Kälteempfinden haben als Männer. Einige Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen schneller frieren, wenn die Umgebungstemperatur sinkt – und zwar bei etwa fünf Grad über der Temperatur, bei der Männer anfangen zu frösteln. Als Gründe für das andere Kälteempfinden werden meist ein niedrigerer Blutdruck und eine geringere Muskelmasse vermutet.

Wärme bringt Haut und Körper vor allem ein entspannendes Vollbad. Ein warmes Bad, das für Entspannung sorgt und gegen das Frösteln wirkt, sollte etwa eine Temperatur um die 38 Grad Celsius aufweisen. Aber bitte nicht zu lange im angenehmen Badewasser verbringen – zehn bis fünfzehn Minuten reichen aus – sonst trocknet die Haut zu stark aus. Damit der Blutdruck nach dem warmen Bad nicht zu stark abfällt, Schenkel und Füße mit kaltem Wasser abbrausen.

Hilfe bei Eisfüßen

Da nach einem Spaziergang an der frischen Luft – ja, auch zur kälteren Jahreszeit sollte sich pro Tag etwa eine halbe Stunde draußen bewegt werden – häufig die Füße abkühlen, genügt oft bereits ein Fußbad beim abendlichen Fernsehprogramm, zum Aufwärmen. Die ideale Wassertemperatur für das Fußbad liegt zwischen 37 und 41 Grad. Aber bitte nicht mit eiskalten Füßen direkt in das warme Fußbad steigen, denn das könnte dafür sorgen, dass der Kreislauf unangenehm absinkt. Die Wanne oder der Behälter sollte die Möglichkeit bieten, die Füße flach hineinzustellen. Nach dem Bad oder auch zwischendurch auf der Arbeit können zusätzlich Gymnastikübungen für die Füße die Wärme bis in die Zehen bringen. Das nachfolgende Video zeigt noch weitere Tipps, die mit einfachen Mitteln für warme Füße sorgen:

Auch auf der Arbeit können die Schuhe zwischendurch ausgezogen und die Füße mit Übungen warm gehalten werden. Aber auch im Schuh sollten die Füße immer ausreichend Platz haben und Boots und Co. eher locker und weit geschnitten sein, damit sich ein Luftpolster um die Füße bildet und die Zehen einfacher zu bewegen sind. Lammfell- oder Fleece-Einlegesohlen sorgen für zusätzliche Wärme von innen. Für kalte Füße sorgen dagegen vor allem Synthetikmaterialien, da sie das Verdunsten des Fußschweißes verhindern und die feuchten Füße schneller für kalte Füße sorgen. Um die Feuchtigkeit auch von außen fern zu halten, die unterschiedlichen Schuhmaterialien mit einem Schutzfilm versorgen. So trocknet das Material nicht aus und zudem gelangen keine zusätzliche Feuchtigkeit und Nässe durch den Schuh

Die Ernährung für Wärme von innen

Der Körper kann in der kälteren Jahreszeit aber auch von innen warm gehalten werden. Für Wärme sorgen vor allem Speisen, die im Ofen zubereitet werden oder Eintöpfe. Morgens am besten auf getoastetes Brot oder warmen Haferbrei und mittags anstelle des Salats auf gebratenes Gemüse setzen. Generell ist auf Rohkost zu verzichten, da der Körper mehr Energie benötigt, um kalte oder rohe Speisen warm zu kriegen. Die verlorene Energie fehlt dann wiederum, um Wärmeenergie gegen die Kälte aufzubringen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Lebensmittel in fünf Gruppen eingeteilt. Damit werden Lebensmittel und ihre Zubereitung als erhitzend, erwärmend, kühlend, erfrischend oder neutral eingestuft. Nach dieser Theorie verändert das Kochen die energetische Eigenschaft des Lebensmittels. Wärmend wirken zum Beispiel Blanchieren, Dampfgaren oder Dünsten.

Aber nicht nur Lebensmittel, sondern auch Getränke können für Wärme sorgen. Wärmende Eigenschaften hat nicht nur der Kaffee am Morgen oder der Kakao am Abend, sondern zudem der Tee. Vor allem Tees in Geschmacksrichtungen, wie Zimt, Anis, Nelken oder Fenchel, sorgen für Wärme im Körper. Wobei besonders Ingwertee durch seine Schärfe für zusätzlichen Anstieg der Körpertemperatur sorgt.

Das belebende Schwitzprogramm

Um sich aufzuwärmen lohnt zur Winterzeit auch ein Gang in die Sauna. Das Saunieren sorgt neben der Wärme dafür, dass sich der Körper an die Umstellung auf die kalten Temperaturen gewöhnt. Denn im Herbst ist es oft an so manch einem Tag noch etwas milder.

Damit der Saunagang dem Frösteln entgegenwirkt, ist Zeit einzuplanen – und zwar etwa zwei Stunden. Das eigentliche „Schwitzprogramm“ sollte dabei circa auf zehn bis fünfzehn Minuten beschränkt werden. Zudem ist möglichst nicht mit vollem Magen zu Saunieren. Nach der Ganzkörperaufwärmung ist sich kurz abzukühlen und danach, damit sich die zusammengezogenen Blutgefäße wieder öffnen, ein knöchelhohes Fußbad zu nehmen (etwa 40 Grad warmes Wasser). So wird die noch leicht erhöhte Körpertemperatur ausgeglichen. Nach einer kurzen Ruhephase können dann noch etwa zwei Saunagänge folgen. Neben dem empfohlenen Ablauf des Sauangangs gibt es noch weitere Tipps für Sauna-Anfänger.

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