Die Hitze kommt zurück – auch ins Büro! Tipps gegen das große Schwitzen

Während die meisten Deutschen sich in den zurückliegenden Wochen über viele Regenstunden beschwert haben, wird es in absehbarer Zeit wieder heiß.

Gerade die Büroräume scheinen sich dann vielerorts extrem aufzuheizen und machen den Arbeitsalltag schwerer, als er sein müsste. Zusätzlicher negativer Nebeneffekt der Hitze im Büro sind mitunter sogar körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufstörungen und Ermüdung. Sind die Büroräume nicht mit einer Klimaanlage ausgestattet, muss jeder selbst für seine Abkühlung sorgen und sich einiger Tricks bedienen.

Richtig lüften

·      Wer kennt das nicht: Sobald morgens die Büroräume betreten werden, scheint es, als wäre wochenlang nicht gelüftet worden. Dabei war doch gestern vor dem Nachhausegehen noch alles in Ordnung. Gerade weil man irgendwann nicht mehr merkt, wie schlecht die Luft im Raum inzwischen ist (vor allem, wenn am Arbeitsplatz einige Computer im Einsatz sind – und wo sind sie das in heutigen Büros nicht?) sollte regelmäßig gelüftet werden. Ein Richtwert: alle zwei Stunden für drei Minuten die Fenster an allen Seiten des Büros öffnen und einmal gut durchlüften.

·      Ist das an Sommertagen schlichtweg unmöglich, weil bereits bei kurzem Lüften zu viel Hitze eindringen würde, sollte unbedingt morgens direkt beim Betreten des Büros gelüftet werden. Nicht selten ist es in den frühsten Morgenstunden noch recht frisch und vielen im Büro, die sich noch an das warme Bett erinnern, zu kalt, wenn gründlich durchgelüftet wird. Hier gilt allerdings, lieber nochmal eben eine Jacke oder einen Pullover überzuwerfen und durchzustehen, bis die Räume schön gekühlt und gelüftet sind. Sobald es draußen wärmer wird, sollten die Räume dann mit Jalousien oder Gardinen abgedunkelt werden. Diese Methode lohnt sich, da es so zumindest vormittags im Büro deutlich erträglicher wird.

Sind im Büro flexible Arbeitszeiten gegeben, lohnt es sich im Sommer schon auch einmal ein oder zwei Stunden früher aufzustehen, um die kühle Morgenluft auszunutzen.

·      Übrigens: der Arbeitgeber ist zur Abdunkelung der Räume mittels Sonnenschutz und weiterer Maßnahmen an extrem heißen Tagen verpflichtet. Ist ein solcher Sonnenschutz noch nicht vorhanden, können der Vorgesetzte und der Chef oder die Chefin ruhigen Gewissens direkt darauf angesprochen werden. Wer sich das nicht traut, sollte sich ganz einfach selbst einen Vorhang für sein Fenster besorgen.

 

Abkühlung mittels Gadgets

·      Die beste Abkühlung im Büro gelingt meist mittels diverser Gadgets. Auf Platz 1. stehen dabei natürlich die Klimaanlage und der altbekannte Ventilator, dessen Geschichte bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht. Ist keine festinstallierte Klimaanlage in den Arbeitsräumen verbaut, kann einfach auf ein mobiles Klimagerät zurückgegriffen werden. Bereits ab knapp 200€ sind diverse qualitativ hochwertige Modelle erhältlich, die einen Raum mit meist bis zu 60 Quadratmetern Größe ordentlich abkühlen und dabei teilweise zusätzlich die Luft entfeuchten.

Alternativ kommt auf dem eigenen Schreibtisch ein Standventilator zum Einsatz. Einige praktische Modelle können per USB-Anschluss einfach an den Computer angeschlossen werden und sorgen somit konstant für einen frischen Luftzug um Gesicht oder Oberkörper.

·      Geht es im Büro etwas lockerer zu und herrscht kein strenger Verhaltenskodex, kann auch zu einer einfachen, kostengünstigen und effektiven Abkühlungsmethode gegriffen werden: den Mini-Pools. Dafür kann einfach eine Schüssel oder ein kleiner Eimer mit kaltem Wasser oder sogar einigen Eiswürfeln gefüllt und auf oder unter den Schreibtisch gestellt werden. Ab und an die Hände oder Füße hineinhalten und schon arbeitet es sich deutlich entspannter. Vor der Fußkühlung, Schuhe und Socken ausziehen nicht vergessen!

·      Etwas unauffälliger, aber für Kollegen mitunter nicht weniger skurriler: Die umfunktionierte Wärmflasche. Mit Sicherheit wird sie einige verwirrte Blicke auf sich ziehen, wer der Hitze entgegenwirken kann, sollte sich daran aber wohl kaum stören. Die Wärmeflasche kann ganz einfach mit kaltem Wasser gefüllt und für einige Stunden in den Kühlschrank gelegt werden. Hinterher kann sie am Arbeitsplatz als Kühlablage für die Unterarme oder als Abkühlung für die Füße dienen.

Die richtige Kleidung tragen

·      Morgens das richtige Outfit wählen oder kurze Sachen mit im Rucksack oder der Tasche zur Arbeit nehmen – was soll das denn für ein Tipp gegen das Schwitzen sein, denken nun sicher einige. Aber ganz so einfach ist es auch nicht. Denn an wirklich heißen Tagen wird auch in Shorts und Shirt oder im Minikleidchen geschwitzt. Wirklich Hilfe schafft nur Spezialkleidung und die fängt bereits bei der Unterwäsche an. Statt der meist üblichen Misch- oder Baumwollunterwäsche sollte Funktionswäsche getragen werden. Das Material, aus dem diese in der Regel besteht, transportiert Feuchtigkeit und Wärme nach außen. Bei Baumwollsachen dagegen bleibt der Schweiß hartnäckig zwischen den Fasern und es entsteht ein unangenehm feuchtes Gefühl. Außerdem bildet sich dabei schneller ein ebenfalls unangenehmer Geruch, der im dümmsten Falle vielleicht auch den Kollegen negativ auffällt.

·      Über der Unterwäsche trägt man im Sommer am besten dünne Kleider aus Leinen. Leinen sind selbst für die sanftesten Brisen durchlässig und bringen so zumindest mehr Abkühlung als Polyester und Baumwolle.

·      Die Schaltzentrale bei der Arbeit ist nicht nur der Computer, sondern auch das körpereigene Funktionssystem. Und davon mit am wichtigsten bei der Arbeit ist der Kopf. Damit dieser nicht überhitzt kann in der Mittagspause eine Kopfbedeckung Wunder helfen. Egal ob Kappe oder Hut, Hauptsache die Sonne knallt nicht auf die Haare und die Kopfhaut. Wer lustig drauf ist und Kollegen mit Humor als Bürogesellschaft hat, kann sich auch eine Mütze mit eigenem Ventilator zulegen. Kühlen tut es auf jeden Fall!

·      Die meisten Menschen spüren vor allem an den Füßen im Sommer tagtäglich eine enorme Hitze. Diese breitet sich schnell über den ganzen Körper und das Gemüt aus. Eine gelungene Abkühlung lässt sich dagegen mit Einlegesohlen erzielen, die über Nacht in den Kühlschrank gelegt werden. Alleine schon beim Laufen auf dem Weg ins Büro geben die Sohlen Kälte ab und sorgen für ein rundum angenehmeres Arbeitsklima.

Was essen und trinken?

·      Wer im Sommer falsch isst und trinkt, ist für das Schwitzen im Büro teilweise selbst verantwortlich. Schwere Speisen belasten den Kreislauf und treiben den Schweiß auf die Stirn. Eine große Pizza oder gar ein Schnitzel mit Kartoffeln und frischer Zitrone zu Mittag mag vielleicht verlockend klingen, ist aber im Sommer absolut nicht zu empfehlen. Stattdessen sollte auf leichte und damit auch auf leicht verdauliche Speisen zurückgegriffen werden. Am besten sind, neben Salat mit frischem Gemüse, Früchte und andere Lebensmittel mit hohem Mineralien- und Wassergehalt, wie Melone, Ananas und andere Südfrüchte. Suppen sind auch gut, dazu ein kleines Stück Vollkornbrot mit Melone und Serrano-Schinken und schon ist auch der Salzausgleich wiederhergestellt – durch das viel Schwitzen geht dem Körper nämlich einiges an Salz verloren.

·      Getränke sollten im Sommer niemals zu kalt sein, auch wenn das im ersten Moment am erfrischendsten sein mag. Je kälter der Drink aber ist, desto schneller und stärker gerät der Körper ins Schwitzen. Am besten sind Getränke, die knapp unter der Zimmertemperatur liegen. Davon sollten pro Tag mindestens 2 bis 3 Liter getrunken werden – im besten Fall sogar deutlich mehr.

·      Da Alkohol am Arbeitsplatz meistens sowieso tabu ist, muss der entsprechende Hinweis zum Weglassen im Sommer gar nicht gegeben werden. Was viele aber nicht wissen: auch Kaffee tut dem Körper an heißen Tagen nicht gut, selbst dann, wenn er abgekühlt ist. Denn das Koffein bringt den Kreislauf zwar kurzzeitig auf Hochtouren und lässt einen besser und effektiver arbeiten, nach dem Hoch fällt der Körper kreislauftechnisch aber zwangsweise in ein Loch. An Sommertagen sind solche Kreislaufextreme tunlichst zu vermeiden.

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