Knieprobleme lösen – konventionelle und unkonventionelle Behandlungsmethoden im Überblick

Die meisten Menschen haben schon einmal Schmerzen in den Knien verspürt, sei es nach einem langen Tag, an dem viele Kilometer zurückgelegt wurden, nach einer intensiven Sporteinheit oder nach einer ungeschickten Bewegung.

Ähnlich wie von Rückenschmerzen, sind nicht wenige Menschen auch von immer wiederkehrenden Schmerzen im Kniebereich betroffen. Diese können ganz unterschiedliche Ursachen haben.

Die herkömmliche Auffassung ist, dass Knieprobleme durch ganz bestimmte Erkrankungen oder Umstände entstehen. Dazu gehören:

·      X-Beine oder O-Beine

·      Verletzungen am Bein, wie Kreuzbandrisse

·      Rheuma sowie andere Stoffwechselerkrankungen

·      Angeborene Fehlstellungen des Knies

·      Übergewicht

·      Fehlbelastungen

·      Erbliche Anfälligkeit

·      Degenerative Knochenveränderungen.

Vor allem die Arthrose, eine degenerative Gelenkserkrankung, wird von vielen Ärzten als häufige Ursache diagnostiziert. Erst vor wenigen Jahren allerdings ist der Medizin aufgegangen, dass die meisten Schmerzzustände um das Knie durch zu hohe Zugspannungen in den Muskeln und Faszien entstehen. In jenen Faszien befinden sich Zellen, die sich verkürzen können: übersäuert die Flüssigkeit, welche die Faszien umgibt, ziehen diese sich zusammen.

Neuere Forschungen betonen auch die Bedeutung der heutigen Lebensführung und den Arbeitsalltag der meisten Menschen hinsichtlich der muskulär- faszialen Spannungserzeugungen. Ganze 40% der Berufstätigen arbeiten fast ausschließlich im Sitzen und verbringen somit im Durchschnitt rund acht Stunden auf dem Gesäß. Durch die Einschränkung der Bewegung der Kniegelenke und die andererseits wenigen, viel zu stark genutzten Gelenkwinkel, entsteht ein Ungleichgewicht in den Knien. Gerade im Alter werden vor allem tiefe Kniewinkel nur noch selten genutzt – die Folge: Waden- und Streckmuskeln an der Vorderseite der Oberschenkel verkürzen sich und es entstehen wachsende Spannungen. Diese verschleißen das Knie und erschweren die Beweglichkeit.

Die chinesische Medizin betrachtet seit vielen Jahren die Ursachen von Knieproblemen auf ihre eigene Art und Weise: nach der Auffassung jener traditionellen Heilmethoden, durchziehen den Körper sogenannte Meridiane (Energiebahnen). In ihnen fließt die körpereigene Lebensenergie (Qi). Ist das Qi blockiert oder herrscht eine Überfüllung oder ein Mangel, entstehen diverse Krankheiten, wie auch Knieprobleme.

Konventionelle Behandlungsmethoden

Mediziner/innen, die die klassische Ansicht der Entstehung von Knieproblemen vertreten und der Meinung sind, ein Verschleiß der Knie im Laufe der Zeit sei unvermeidbar Knieprobleme seien eine typische „Alterserscheinung“, ändern meist nichts an den muskulär-faszialen Spannungen. Vielmehr werden in der Regel Schmerzmittel gegeben oder es werden regelmäßig Spritzen gesetzt. Sind die Knieprobleme damit nicht in den Griff zu bekommen, folgen häufig aufwendige Operationen mit dem Einsatz künstlicher Gelenke.

Statt zum Training des Knies wird zusätzlich häufig dazu geraten, die Belastungen so gut es geht zu vermindern und intensives Training einzuschränken.

Vertreter der „Faszientheorie“ dagegen raten zu ganz speziellem Training. Dieses soll vor allem auch den Flüssigkeitsaustausch und Stoffwechsel in den Gelenken und Faszien anregen, um damit die Gelenkspalten ausreichend zu „ölen“ und deren volle Schutzfunktion zu ermöglichen.

Training gegen Knieschmerzen

Grundsätzlich ist zur Vorbeugung von Knieschmerzen tägliche Bewegung empfohlen – am besten mindestens 30 Minuten. Nur wer sich regelmäßig und moderat bewegt, sorgt dafür, dass genug Gelenkschmiere ins Knie gelangt.

Trotz allem gibt es einige spezielle Übungen für das Knie, die von Experten immer wieder empfohlen werden:

·      Zur Stärkung der Standbeine kann täglich abwechselnd auf einem Bein balanciert werden. Wer sich unsicher fühlt, kann einen Stuhl zur Sicherung danebenstellen und sich im Zweifel festhalten. Ein untergelegtes Kissen für Fortgeschrittene schult den Gleichgewichtssinn zusätzlich zur Standbeinkräftigung.

·      Um die Kniegelenke zu stabilisieren kann auf glattem Untergrund (am besten auf Parkettboden oder auf Fließen) ein Handtuch unter den gesunden Fuß gelegt werden. Dieses wird dann seitlich nach hinten weggeschoben, während das Standbein mit dem zu stärkenden Knie in eine leichte Kniebeugung geht. Wer dabei zu starke Schmerzen verspürt, sollte mit der Übung noch warten, bis es dem Knie wieder bessergeht.

·      Gerade während des langen Sitzens im Büro empfiehlt es sich, immer einmal wieder die Durchblutung der Beine anzuregen. Die Kniegelenke sollten dabei im 90 Grad- Winkel angewinkelt sein, die Fußboden fest auf dem Boden aufliegen. Nun gilt es, die Fersen in den Boden zu drücken. Das Ganze sollte am besten in 3 Sätzen à 10 Sekunden absolviert werden.

·      Immer wieder empfehlen Experten auch das Training für das Knie mit sogenannten Faszienrollen. Bei der Therapie mit dieser Rolle wird unelastisches, verklebtes Gewebe zusammengedrückt und wieder ausgerollt. Die verhärteten Faszien, die mittels der Rolle mechanisch aktiviert werden, können anfangs etwas schmerzen. Dennoch ist zu Durchhaltevermögen geraten, da viele Betroffene von Verbesserungen nach jeder Anwendung schwärmen.

·      Ebenfalls hilfreich kann das Training mit dem sogenannten Theraband, einem breiten Gummiband, sein. Entweder wird das Band an einem festen Gegenstand, wie einem Geländer, einem Tischbein oder einer Sprossenwand befestigt und unterhalb der Kniekehle eingespannt. Durch das beugen des Knies und die volle Streckung gegen den Widerstand des Gummibandes wird somit die Kniestreckung verbessert. Alternativ kann nach einer Befestigung weiter oben (am besten an der Sprossenwand oder einem Türreck o.Ä.) das Terraband in die Hände genommen und dabei mit einem Bein auf einem Kissen oder einer weichen Matte balanciert werden. Einerseits wird dadurch der Oberschenkelmuskel gestärkt, sowie die Stabilität des Kniegelenks verstärkt. 

Akupunktur – eine der unkonventionelleren Methoden aus dem fernen Osten

Die Akupunktur ist eine über 4000 Jahre alte Heilmethode zur Behandlung diverser Krankheiten. Sie ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die von einem ganzheitlichen Medizinsystem ausgeht. Dieses versteht den Körper, die Seele und den Geist als voneinander untrennbare Bestandteile eines jeden Menschen und seiner Gesundheit. Seit dem 17. Jahrhundert wird die Akupunktur auch in Deutschland angewendet.

Wie bereits zu Anfang erwähnt, geht die TCM davon aus, dass die menschliche Lebensenergie in Meridianen durch den Körper fließt. Auf diesen Meridianen wiederum sind einzelne Punkte wie Perlen auf einer Kette aufgefädelt. Diese Punkte werden mittels Akkupunktur, Akupressur, Wärme (Moxibustion) oder einem Softlaserstrahl (Laserakupunktur) stimuliert.

Die üblichste Behandlungsmethode ist die Akupunktur, bei der extrem dünne Nadeln in die entsprechenden Akupunkturpunkte eingesteckt und nach meist einigen Minuten wieder herausgezogen werden. Wie genau die Akupunktur wirkt, ist im Sinne der Schulmedizin noch immer nicht herausgefunden worden; jedoch wird davon ausgegangen, dass der Reiz, der von den Nadeln ausgeht, die Gewebe- und Nervenzellen zu bestimmten Reaktionen veranlasst.

Bei der Akupunktur gegen Kniebeschwerden werden häufig nicht nur Punkte im direkten Umfeld der Knochen, Sehnen und Muskeln des Knies stimuliert, sondern, je nach Lage des geschwächten Meridians des Körpers, auch am Bauch, der Hand oder am Kopf.

Akupressur

Wie auch die Akupunktur stammt auch die Behandlung mittels Akupressur aus dem fernen Osten. Mit Händen oder Fingern wird bei dieser Methode Druck auf die zu behandelnden Stellen ausgeübt. Dabei werden keine Nadeln verwendet. Die Wirkung der Akupressur lässt sich mit der Anregung des Organismus und der damit einhergehenden allgemeinen Stärkung des Körpers erklären.

Nicht nur Fachärzte und Experten, sondern auch ungeschulte Laien können die Akupressur an einem Gegenüber ausführen. Dabei ist selbstverständlich darauf zu achten, dass nie zu viel Druck ausgeübt wird und die Behandlung bei zu großen Schmerzen abgebrochen wird.

Vornehmlich sind es fünf Punkte rund um das Knie, die jeweils für 10 Sekunden beispielsweise mit dem Daumen 2-3 mal täglich gedrückt werden können. Durch die Aktivierung der vier Punkte am Kniegelenk sowie des Punktes in der Mitte der rückseitigen Kniegelenksfalte soll Knieschmerzen vorgebeugt werden, sowie anhaltende Knieschmerzen gelindert werden können. Halten die Schmerzen an und zeigt die Akupressur keine Wirkung, sollten dennoch ein Arzt oder Spezialist konsultiert werden.

Grünlippmuschel zur Nah4rungsergänzung

Die sogenannte Grünlippmuschel (lat. Perna canaliculus) aus Neuseeland enthält spezielle Wirkstoffe, wie Antioxidantien und Fettsäuren, die nachgewiesenermaßen gegen eine Vielzahl von Beschwerden helfen können. Dazu gehören auch die Knieschmerzen. Besonders erfolgreich wird das Grünlippmuschelextrakt zur Linderung der Symptome bei arthritischen Gelenkserkrankungen. Zusätzlich fördert das Extrakt die Produktion der für das Knie so wichtigen Gelenkschmiere.

Da es sich bei den Grünlippmuschelextrakten und Pulvern um natürliche Produkte handelt, bestehen, im Gegensatz zu manchen anderen, konventionelleren Medikamenten gegen Knieprobleme, keinerlei Nebenwirkungen. Die Behandlung mit den Grünlippmuscheln kann also für die meisten Betroffenen einen Versuch wert sein.

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