Adoptionsrecht für homosexuelle Paare

Das rheinland-pfälzische Familienministerium will sich für die volle Gleichstellung homosexueller Paare im Adoptionsrecht einsetzen.

Das rheinland-pfälzische Familienministerium will sich für die volle Gleichstellung homosexueller Paare im Adoptionsrecht einsetzen. "Ich halte die bisherigen rechtlichen Regelungen auf Bundesebene nicht für zeitgemäß", sagte Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) vor dem Gesellschaftsausschuss des Landtags. "Heute wissen wir, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen genauso geborgen aufwachsen wie Kinder in "klassischen" Familien." Reserviert zeigte sich die CDU-Abgeordnete Simone Huth-Haage, die auf die hohe Zahl von zuletzt 19 Bewerbern für ein zur Adoption vorgemerktes Kind hinwies. Für die AfD sagte Michael Frisch unter Berufung auf US-Studien, "dass das Kindeswohl in solchen eingetragenen Lebensgemeinschaften nicht in gleichem Maße gewährleistet ist wie bei einer Ehe zwischen Mann und Frau". Hingegen sprach sich Cornelia Willius-Senzer (FDP) ausdrücklich für ein Adoptionsrecht homosexueller Paare aus. Die Zahl der Adoptionen in Rheinland-Pfalz ist seit 2003 von 279 auf 193 (2015) zurückgegangen. In mehr als der Hälfte der Fälle handelt es sich um Stiefkindadoptionen, bei denen das Kind eines Partners als eigenes angenommen wird - dies ist auch für Homosexuelle möglich.

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