Japaner fördern Großbatterie im Friesland

plus: Lies zieht USA-Bilanz

Niedersachsen will die Energiewende mit dem Bau einer der größten Batterien Norddeutschlands voranbringen - mit japanischer Unterstützung. Das Großbatteriesystem wird von der japanischen Wirtschaftsförderorganisation Nedo mit 24 Millionen Euro finanziert. «Niedersachsen ist das Windstromland Nummer 1 in Deutschland», sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) am Sonntag bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung («Memorandum of Understanding») mit Nedo und dem Oldenburger Energieanbieter EWE. Daher spiele der Nordwesten eine «entscheidende Rolle bei der Energiewende».

Großbatteriesysteme sollen die Stromversorgung stabilisieren, wenn beispielsweise die Einspeisung aus Windenergie schwankt. Der etwa 4000 Quadratmeter große hybride Energiespeicher, der in Varel im Kreis Friesland erbaut werden und bis Ende 2018 betriebsbereit sein soll, wird den Angaben zufolge aus Lithium-Ionen-Zellen mit einer Leistung von 7,5 Megawatt und Natrium-Schwefel-Zellen mit einer Leistung von 4 Megawatt bestehen. Das entspreche der Leistung von rund 6 Windenergieanlagen. Er ist in etwa so groß wie ein Fußballfeld. Die Batteriezellen werden in Japan in Containern installiert.

«Was in unserem Land zum Gelingen der Energiewende beiträgt, kann als Blaupause für einen weltweiten Einsatz gelten», betonte Lies. Nedo-Vorstandschef Kazuo Furukawa erklärte, das Projekt könne zu einem weltweit führenden Anwendungsfall werden.

Unterdessen hat Lies aus den USA nach eigenen Angaben viele neue Ideen für die eigene Arbeit mitgebracht. Dies gelte für die Bereiche der Digitalisierung, des autonomen Fahrens sowie der Batteriezellenfertigung, so Lies nach der Rückkehr von seiner knapp einwöchigen Reise mit einer knapp 60-köpfigen Unternehmerdelegation in die USA. Höhepunkte waren die Eröffnung einer niedersächsischen Repräsentanz in Chicago und der Besuch von Unternehmen und jungen Start-ups im Silicon Valley.

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