Radio ABC

A


AE-Provision
Die AE-Provision ist eine Agenturvergütung, die von werbungtragenden Medien an Agenturen für vermittelte Aufträge gezahlt wird. Das sind in der Regel etwa 15% des Kundennettos.



ag.ma
Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) e.V. ist ein Joint Industry Committee, d.h. ein Zusammenschluss von Medien (aus den Bereichen Radio, TV, Publikumszeitschriften,Tageszeitungen, Online und Plakat), Agenturen und Werbungtreibenden in Deutschland mit dem Ziel, die Leistung von Werbeträgern inter- und intramedial zu dokumentieren. Die von der ag.ma zu diesem Zweck durchgeführte Untersuchung ist die Media-Analyse (ma).


Anmod / Abmod
Abkürzung für Anmoderation bzw. Abmoderation, d.h. ein vorproduzierter gebauter Beitrag, ein Interview, eine Umfrage etc. wird vom Moderator anmoderiert und auch wieder abmoderiert (z.B. durch eine Überleitung zum nächsten Musiktitel). Die Texte werden dem Moderator in der Regel von einem Redakteur angeliefert; er darf sie variieren solange der Sinn erhalten bleibt.

B


Backseller
Element zur Erinnerung an bereits Gehörtes. Oftmals kurze Moderation zur Nachberichterstattung über eine Aktion, die auch unter Kundeneinbindung stattgefunden haben kann.

C


Call-in
Bei einem Call-in wird der Hörer im Rahmen einer Aktion dazu aufgefordert, im Sender anzurufen. Hierbei kann es sich um Gewinnspiele, Umfragen, Diskussionssendungen oder Ähnliches handeln.

D


DAB
DAB steht für Digital Audio Broadcasting und bezeichnet einen digitalen Übertragungsstandard für den terrestrischen Empfang von Hörfunkprogrammen. Der Vorteil dieser Technik liegt in der geringen Störungsempfindlichkeit des Übertragungsweges. DAB sollte in Deutschland die Nachfolge von UKW antreten, konnte sich aber seit Inbetriebnahme 1999 nicht durchsetzen.


Daytime
Die Daytime umfasst in der Radioplanung alle Zeitschienen, die wochentags zwischen 10 und 16 Uhr belegbar sind.


Digital
Digital bezeichnet die Darstellung von Informationen im binären System, also durch die Ziffern 1 und 0. Alle Informationen – egal ob Wort, Bild oder Ton – lassen sich digitalisieren. Die Digitalisierung eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten. Digitale Radioprogramme können in verbesserter Qualität, zu geringeren Kosten, auf unterschiedlichen Kanälen und weiträumiger ausgestrahlt werden. Außerdem eröffnet die Digitalisierung Möglichkeiten zur Interaktion zwischen Sender.


Drivetime
Die Drivetime ist ein Begriff aus der Radioplanung. Sie bezeichnet an Wochentagen die Zeitschienen im Zeitraum zwischen 6 und 9 Uhr oder 6 und 10 Uhr sowie 16 und 18 Uhr. Berufstätige, die sich im Auto auf dem Weg zur Arbeit bzw. auf dem Weg nach Hause befinden, können in der Drivetime über das Radio besonders gut erreicht werden.


Direct Response Radio
Radiosendungen, in denen Produkte und Dienstleistungen zur Bestellung unter einer Telefonnummer angeboten werden. Die Produkte sind in der Regel in der angebotenen Form nicht im Geschäft erhältlich. Die Bestellungs- und Datenaufnahme erfolgt meistens über eine Telefonmarketing-Agentur.


DMB
DMB steht für Digital Multimedia Broadcasting. DMB baut auf den DAB-Standard auf und erweitert diesen um audiovisuelle Inhalte. Mit DMB werden Mobilgeräte via Satellit (S-DMB) oder terrestrische Übertragung (T-DMB) mit Daten versorgt, wodurch Radio und Mobile-TV ermöglicht wird. Seit Frühjahr 2006 befinden sich erste DMB-Angebote On Air.


Drop-in
Kurzes, trockenes Verpackungselement zur Image-Positionierung von Sender, Moderator oder Sendung. Das Drop-in wird in der Regel von der Station Voice oder von Testimonials (z. B. Musikern) gesprochen.


Duales System
Das duale System bezeichnet das Nebeneinander von privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk in Deutschland. Die Rahmenbedingungen hierfür setzen der Rundfunkstaatsvertrag und die Landesmediengesetzte.


Durchschnittskontakte
Durchschnittliche Anzahl der Kontakte mit einem Werbeträger pro erreichter Zielperson.


Durchschnittsstunde
Die kumulierte Spanne zwischen 6 und 18 Uhr im Zeitraum Montag – Samstag. Die Durchschnittsstunde wird herangezogen, um den Hörer pro Durchschnittsstunde zu ermitteln. In der Radioplanung ist die Durchschnittsstunde Maßstab für die Senderauswahl.


DVB
DVB kürzt Digital Video Broadcasting ab. Es bezeichnet ein technisch standardisiertes Verfahren zur Übertragung von digitalen Inhalten wie z.B. Radio oder TV. Durch Datenkompression ermöglicht das Verfahren, pro Sendekanal (Frequenz) mehrere Programme zu übertragen. DVB wird auf unterschiedlichen Wegen übertragen. Die Übertragungswege können an dem Kürzel abgelesen werden, das DVB häufig angehängt wird. Die heute gängigsten Formate sind DVB-T (T steht für terrestrisch) und DVB-H (H steht für Handhelds).


DVB-H
DVB-H steht für Digital Video Broadcasting-Handhelds und ist eine Spezifikation von DVB. Der Übertragungsstandard ermöglicht es, digitale Rundfunkprogramme (Radio und Mobile-TV) über mobile Geräte wie z.B. Handys zu empfangen. DVB-H wird terrestrisch ausgestrahlt. Ein Netz existiert zurzeit noch nicht und muss neu aufgebaut werden. In Abgrenzung zu DMB ist DVB-H ein IP-basiertes Verfahren und mit den entsprechenden Endgeräten rückkanalfähig.


DXB
DXB kürzt Digital Extendend Broadcasting ab. Durch DXB sollen die mobilen Rundfunkstandards DVB-H und DAB/DMB mit dem Mobilfunkstandard UMTS verbunden werden, so dass sie auf einheitlichen Endgeräten genutzt werden können. Der neue Standard soll auf dem Internet-Protokoll (IP) basieren, so dass Anbieter ihre Inhalte nicht extra auf die unterschiedlichen Übertragungsstandards abstimmen müssen.

E


Eckplatzierung
Die prominente Platzierung von Werbespots innerhalb eines Werbeblocks an erster oder letzter Stelle.

F


Formatradio
Ein in allen Sendungen wiedererkennbares Erscheinungsbild eines Radioprogramms. Prägende Formatmerkmale sind Musikstile und Moderationen. Das Format richtet sich dabei nach der Zielgruppe. Die wichtigsten Radioformate sind: AC: Adult Contemporary Kernzielgruppe: 25-49 Jahre. Popmusikstandards der letzten Jahrzehnte bis heute: Orientierung am breiten Massengeschmack, melodisch geprägt, leicht durchhörbar, drei oder vier Titel ohne Unterbrechung; kurze, positiv verlaufende Moderationen. Häufig aufwendige Spielaktionen zur Hörerbindung, Informationen nur in kurzen Serviceberichten. Variationen des AC sind: Oldie-Based AC, Soft AC und Current-Based/Hot AC.CHR: Contemporary Hit Radio Kernzielgruppe: 14-24 Jahre, konsumfreudige, junge Menschen. Aktuelle, schnellere Charthits, begrenzte Playlist, Top 40. Keine Oldies, lange Musikstrecken, schnelle Titelrotation, d.h., Tophits werden zum Teil fünf- bis achtmal täglich gespielt; geringer Informationsanteil; knappe, dynamisch-aggressive oder witzige Moderation, häufige Promotions/Gewinnspiele. Variationen des CHR sind: Dance-/Hit-Oriented CHR, Mainstream CHR, Euro-/German-Based CHR und Rock-Oriented CHR. Rock-/Album-Oriented Rock (AOR)Zielgruppe: 18-34 Jahre, eher männlich. Musikintensives Format mit breiter, rockmusikorientierter Playlist. Titel zum Teil auch noch weniger bekannter Künstler. Teilweise Kombinationen mehrere Rockmusikrichtungen; Nachrichten und Informationen mit eher untergeordneter Bedeutung. Variation von Rock: Classic Rock, Hard/Heavy Rock, Soft Rock.



Frequenzen
Die Summe der Spots, mit der im Rahmen einer Radioplanung die ausgewählten Zeitschienen belegt werden.

G


General ID
Ein Moderator kündigt in der General ID zu Beginn der Sendestunde die Highlights der nächsten Stunde an. Dies können eine Kundenpromotion oder besondere Musiktitel sein.


GRP
GRP steht für Gross Rating Point. Er stellt die Bruttoreichweite in Prozent dar und gilt als Maßeinheit für den Werbedruck. Der GRP errechnet sich aus der Summe der prozentualen Einzelreichweiten bei mehrmaliger Belegung eines Senders oder der Belegung verschiedener Sender. Er dient dazu, den Werbedruck von verschiedenen Plänen oder den Werbedruck in verschiedenen Gebieten/Zielgruppen innerhalb eines Planes zu vergleichen.


GRP-Index
Der GRP-Index dient zur Bewertung der Ausgewogenheit eines Mediaplans. Die GRP-Leistung des Gesamtplans wird gleich 100 gesetzt und die Leistung z.B. in den einzelnen Bundesländern in Relation zur Gesamtleistung dargestellt. Ein vorbildlicher Wert für den GRP-Index liegt zwischen 95 und 105.

H


Hook-Promo
Vorproduziertes Sendeelement, dessen Inhalt etwa drei Musiktitel sind, die aktuell auf dem Sender gespielt werden und als herausragende Beispiele für dessen Musikfarbe stehen.


Hörer gestern
Die ma Radio unterscheidet zwischen den Daten auf Basis des Hörer gestern und Daten auf Basis der p-Werte. Zu den Hörern gestern zählen alle Personen, die im Tagesablauf während mindestens eines vorgegebenen Zeitabschnitts (15 Minuten) ein Radioprogramm gehört haben. Die Hörer-gestern-Daten werden auch Originärdaten genannt. Es handelt sich um die Daten nach Transformation und Redressement, aber vor Ermittlung von Nutzungswahrscheinlichkeiten. Die Hörer-gestern-Daten erlauben nur vergangenheitsbezogene Aussagen zum Hörverhalten der Menschen und können deswegen nicht für Radioplanungen, die zukunftsgerichtet sind, herangezogen werden. Sie sind von der ag.ma nicht zur allgemeinen Nutzung freigegeben.


Hörer pro Ø-stunde
Die Durchschnittsstunde wird herangezogen, um den Hörer pro Durchschnittsstunde zu ermitteln. Er entspricht dem Mittelwert aller Hörer zwischen 6 und 18 Uhr im Zeitraum Montag – Samstag.


Hörer pro Tag
Der Hörer pro Tag entspricht der kumulierten Nettoreichweite aller werbeführenden Stunden zwischen 5 und 24 Uhr. Beim Hörer pro Tag handelt es sich um einen Wert aus dem p-Werte-Bestand. Sein Äquivalent im Hörer-gestern-Datenbestand ist die Tagesreichweite.

I


Infomercial
Zusammengesetztes Wort aus Information und Commercial. Infomercials sind redaktionell gestaltete Spots, die einem Thema Ihrer Wahl einen programmlichen und informativen Charakter geben. Verschiedene Platzierungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass Ihr Infomercial prominent in Szene gesetzt wird. Ergänzend besteht die Möglichkeit, Ihr Infomercial vorab über mehrere Tage auf den Radiosendern mit Trailern anzukündigen, um bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit für Ihr Thema zu wecken.


Intro
Intro bezeichnet ein akustisches Eröffnungselement für einen Programmpunkt (Aktion, Rubrik oder Spot). Häufig wird im Intro ein Kunde mit seiner Marke platziert und erhält somit eine enge Anbindung ans Programm.


IVW
IVW steht als Abkürzung für Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. Die IVW ist unabhängig und wurde ursprünglich zur Auflagenkontrolle von Printmedien geschaffen. Heute erhebt und kontrolliert die IVW Verbreitungsdaten auch für Online-Medien, Funkmedien, Außenwerbung, Kinos und Events. Für jedes Medium gelten spezielle Erhebungsrichtlinien. Im Printbereich hat die IVW den Zweck, einheitliche Berichte der Verlage über die Verbreitung ihrer Werbeträger entgegenzunehmen, zu überprüfen und die Ergebnisse schließlich zu veröffentlichen. Die Zahlen der IVW geben Aufschluss über die tatsächlichen Verkaufszahlen der einzelnen Printmedien.

J


Jingle
Verbindendes Verpackungselement, das zwischen zwei Musiktiteln gespielt wird. In der Regel mit einprägsamer Melodie und Gesang. Enthält den Namen des Senders und meist auch die Positionierung.

K


Kombinationen
Mehrere Einzelsender, die in einem Angebot zusammengefasst werden, bilden eine Kombination. Die Belegung einer Kombination bringt einen wirtschaftlichen Vorteil, weil die Einzelsender innerhalb der Kombination rabattiert sind. Allerdings lässt sich die Planung nicht immer optimal regional aussteuern, da die Einzelsender der Kombi sich nur gleichmäßig belegen lassen. In der Regel überwiegt der wirtschaftliche Vorteil.


Kontakte
Die Kontakte geben die Anzahl/Summe aller Kontakte aller Personen mit einem Medium oder mehreren Medien an. Die Kontakte werden absolut (Mio./Tsd.) oder als Prozentwert (GRP) ausgewiesen. Bei Mehrfachbelegung eines Mediums oder mehrerer Medien werden die einzelnen Kontakte ohne Berücksichtigung interner oder externer Nutzerüberschneidungen addiert. Daher ist aus der Anzahl der Kontakte nicht ersichtlich, wie oft dieselben Personen erreicht wurden. Nur bei einer einzigen Belegung eines Einzelsenders ist die Bruttoreichweite identisch mit der Nettoreichweite.

L


Landesmediengesetze
Die Landesmediengesetze dienen der gesetzlichen Regelung des Privatfunks. Da in Deutschland die Regelung des Rundfunks Ländersache ist, gelten in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Landesmediengesetze. Dies hat zur Folge, dass es in einigen Ländern nur landesweite Radiosender gibt und in anderen Ländern Sender bis auf Kreisebene. Die Einhaltung der Landesmediengesetze wird durch die Landesmedienanstalten kontrolliert.


Livereader
Unter einem Livereader versteht man das Bewerben eines Events oder einer Promotion durch einen Moderator live on air. Dabei kann es sich um Werbung für eine Senderaktion mit Kundeneinbindung, den Inhalt der nachfolgenden Stunde, die Nachrichten oder eine nachfolgende Sendung handeln.


Livestream
Livestream bezeichnet die zusätzliche, zeitgleiche Übertragung herkömmlicher Rundfunkprogramme über das Internet. Die Übertragung erfolgt durch komprimierte Audiodateien.

M


MA
Im Auftrag ihrer Mitglieder führt die ag.ma die Media-Analyse (ma) bzw. die Media-Analysen durch. Aufgabe ist dabei, die Leistung von Werbeträgern sowie Umfang und Struktur ihrer Nutzerschaften zu erheben. Die Daten dienen in der Hauptsache der Media- und Marketingplanung. Die in der ma erhobenen und publizierten Daten sind die “Werbewährung” Deutschlands. Die Daten der Media-Analyse werden im sog. Partnerschaftsmodell erhoben. Dies bedeutet, dass die Daten der einzelnen Gattungen mit dem jeweils medienadäquaten Erhebungsmodell getrennt erhoben werden. Im Rahmen der ma Intermedia werden diese dann zusammengefügt, so dass intermediale Planungen möglich werden. Die Abwicklung der ma wird durch die Media-Micro-Census (MMC) übernommen, eine hundertprozentige Tochter der ag.ma.


MA Intermedia
Die ma Intermedia ermöglicht gemeinsame Planungen der Werbeträger der Mediengattungen Hörfunk, TV, Tageszeitungen, Publikumszeitschriften sowie Kino. Der Datensatz der ma Intermedia wird über Fusionen gebildet, d.h., Daten, die separat erhoben werden, werden in einer gemeinsamen Datei zusammengeführt. Basis hierfür sind gemeinsame, in allen Tranchen gleichermaßen erhobene Informationen.


MA Radio
Im Rahmen der ma Radio wird die Radionutzung der deutschen Bevölkerung in der BRD erhoben. Hierfür werden in zwei Erhebungswellen im Herbst und Frühjahr in einem rollierenden Feldmodell über 60.000 CATI-Interviews geführt. Die Radionutzung wird dabei über ein stufenweises Befragungssystem erhoben. Von der Bekanntheit des Senders bis zur Nutzung am Vortag (“Tagesablauf) und der Häufigkeit der Nutzung in einer normalen Woche geben die Befragten Auskunft zu ihrem Radionutzungsverhalten nach Sendern, Uhrzeiten und Tagen. Die Daten, die aus der Befragung kommen, können natürlich keine Auskunft darüber geben, wie häufig die Person bei mehrfacher Belegung verschiedener Sender erreicht wird. Daher werden auf Basis dieser Daten zweimal im Jahr – im März und Juli – Nutzungsdaten, Zielgruppenmerkmale und Reichweiten für private und öffentlich-rechtliche Einzelsender und Kombinationen veröffentlicht. Die Daten der ma Radio sind die Währungsgrundlage der Gattung Radio und werden in der Hauptsache für die Media- und Marketingplanung genutzt.


Mediaanalyse
Unter einer Mediaanalyse versteht man eine Untersuchung, die auf Basis von repräsentativen Befragungen Daten zu Nutzern und Reichweiten von Werbeträgern erhebt. Die erhobenen Daten sind Basis für die Mediaplanung. Die Mediaanalyse für das Radio ist die MA Radio.


Mediaplanung
Mediaplanung umfasst den Prozess der Auswahl und Belegung von Medien bzw. Werbeträgern, um eine Werbebotschaft optimal in der Zielgruppe zu kommunizieren. Die Mediaplanung wird bestimmt durch das Budget, die Zielgruppe, den Zeitraum der Kampagne, das Zielgebiet sowie die Kommunikationsziele des Kunden.


Morningshow
Bei fast allen Radiosendern anzutreffender Bestandteil des Programms. Aufgrund ihrer Lage in den Stunden mit der höchsten Reichweite ist die Morningshow von zentraler Bedeutung für die Sender.


Motivsplit
Werden für eine Kampagne verschiedene Motive eingesetzt, spricht man von einem Motivsplit. Er kann sowohl zwischen Einzelsendern als auch innerhalb von Kombis durchgeführt werden. Der Motivsplit erlaubt dem Webetreibenden eine gezieltere Ansprache seiner Zielgruppe.


Multimedia
Multimedia bezeichnet das Zusammenwirken von verschiedenen, meist digitalen Medientypen: Text, Bild, Grafik, Ton, Animation und/oder Video. Multimediale Inhalte werden in der Regel auf dem Computer zusammengefügt und abgespielt.

N


Nettoreichweite
Anzahl der Personen, die durch einen Werbeträger mindestens einmal erreicht werden. Doppel- und Mehrfachkontakte werden nicht berücksichtigt.

O


O-Ton
Steht kurz für “Originalton”. Das wörtliche Zitat, die individuelle Aussage einer Person, die onair zu hören ist.


Öffentlichrechtlicher Rundfunk
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland wurde nach dem 2. Weltkrieg durch die Alliierten eingeführt. Heute zählen hierzu die ARD (mit ihren neun Regionalsendern), das ZDF, Deutschlandradio, die Deutsche Welle sowie weitere Spartenkanäle. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird zum größten Teil durch Rundfunkgebühren finanziert, zu einem kleinen Teil aus Werbeeinnahmen. Durch die Rundfunkgebühren soll die unabhängige Berichterstattung gewährleistet werden. Im Gegenzug lautet der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender, für alle Bürger eine mediale Grundversorgung zu gewährleisten.


Offair
Off-Air sind alle Aktivitäten eines Radiosenders, die nicht über das Radioprogramm zu hören sind, sondern live vor Ort stattfinden. Dieses können Konzerte, Partys oder andere Events sein. Off-Air-Aktivitäten machen den Radiosender für seine Hörer auf eine andere Weise erlebbar und tragen so zu einer stärkeren Hörerbindung bei.


Onair
Onair sind alle Aktivitäten eines Radiosenders, die über das Radio zu hören sind.


Outro
Akustisches Schlusselement für einen zuvor gelaufenen Programmpunkt (oder einen Spot). Das Outro bietet dem Kunden die Möglichkeit, seine Marke in das Programm einzubinden.

P


p-Werte
Bei p-Werten handelt es sich um Wahrscheinlichkeitswerte, “p” steht für “Probability” (Wahrscheinlichkeit). Auf der Grundlage des in den jeweiligen ma-Tranchen ermittelten Mediennutzungsverhaltens wird für jede Befragungsperson berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie mit einer künftigen Ausgabe oder Zeiteinheit eines Mediums Kontakt haben wird. Dabei geht es beispielsweise darum, vorherzusagen, ob die Person bei Belegung eines Mediums mit zwei Spots oder Anzeigen auch mit der zweiten Buchung erreicht werden würde oder nur mit der ersten. Eine solche Wahrscheinlichkeit wird als p-Wert bezeichnet. Die p-Werte liegen zwischen 0 und 1. Ohne diese Werte wäre es nicht möglich, zu bestimmen, wie viele Personen mit einer Radiokampagne erreicht werden.


Podcast
Podcasts (deutsch: Hörstücke) sind Medienbeiträge, die über das Internet z.B. durch einen Feed (meistens RSS), bezogen werden können.


Primetime
Die Primetime bezeichnet im Hörfunk den Zeitraum zwischen 6 und 10 Uhr (Montag bis Freitag). In dieser Zeit verzeichnen Radiosender die höchsten Reichweiten. Durch das unterschiedliche Hörverhalten am Wochenende verschiebt sich die Primetime am Samstag und Sonntag um einige Stunden nach hinten.


Privatradio
Unter Privatradio versteht man alle privatrechtlich organisierten, d.h. kommerziellen Hörfunkgesellschaften. Die privaten Rundfunksender finanzieren sich durch ihre Werbeeinahmen. Das Privatradio ist eine Säule des dualen Systems. Gesetzliche Rahmenbedingungen für denprivaten Rundfunk werden durch die Landesmediengesetze abgesteckt. Die Landesmedienanstalten vergeben die Lizenzen für den Sendebetrieb und überwachen diesen. Der private Rundfunk ist seit 1986 on air. Heute weist die ma Radio über 200 private Angebote aus.


Promos
Promos sind Werbespots für den eigenen Sender. Promos und Trailer sind zwei Begriffe für das gleiche Element. Weil Promos von der Produktionsart und dem Einsatzfeld klassischen Werbespots sehr ähneln werden sie häufig im oder vor den Werbeblocks eingesetzt. Sie werden deshalb auch disponiert wie Werbespots.
Wie Werbespots haben Promos eine ideale Länge von ca. 30 Sekunden. Wie Werbespots gibt es u.U mehrere Motive vom gleichen Promo. Promos können z.B. für Aktionen, Präsentationen, Sendungen, Berichterstattung, Moderatoren o.ä. werben.


Programmsponsoring
Sponsoring an zielgruppenaffinen Sendeplätzen außerhalb des klassischen Werbeblocks verbindet Ihre Marke oder Ihr Produkt optimal und glaubwürdig mit dem Programm.
Sponsoring einer Musikstrecke: Werbewirkung ohne Unterbrechung. Die aktuellen Superstars müssen sich an dieser Stelle einmal ganz kurz gedulden: Denn erst kommen Sie mit Ihrer Werbebotschaft. Dann geht es Hit auf Hit mit der „längsten Musikstrecke“ weiter. Dieses exklusive Sponsoring bringt Ihnen die ungeteilte Aufmerksamkeit der Hörer. Schließlich ist Musik immer noch der absolute Liebling im Programm der Sender.

R


Radio Day
Der RADIO DAY ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der beiden größten Vermarkter von Radiowerbung, RMS Radio Marketing Service und AS&S Radio. Seit dem ersten RADIO DAY 1995 hat sich diese Gattungsveranstaltung zu einem der erfolgreichsten Branchen-Events entwickelt. Der RADIO DAY umfasst die drei Veranstaltungssäulen Radio-Lounge, Radio-Kongress und Radio-Party.


Reichweite
Der Anteil an einer Gesamtheit, der bei einmaligem oder mehrmaligem Einsatz eines oder mehrerer Werbeträger mindestens einmal erreicht wird.


Rundfunkstaatsvertrag
Der Rundfunkstaatsvertrag ist Grundlage für die Rundfunkordnung in Deutschland. Die gesamtdeutsche Fassung wurde am 31.08.1991 durch die Ministerpräsidenten der Länder verabschiedet und löste den alten Rundfunkstaatsvertrag ab, der nur für die alten Bundesländer galt. Der Rundfunkstaatsvertrag wurde seitdem mehrmals geändert. Die aktuellste Fassung ist seit dem 1.1.2001 in Kraft. Im Kern legt der Rundfunkstaatsvertrag die Spielregeln für das Nebeneinander von privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk im dualen System fest. Er nennt die Rahmenbedingungen für die Landesmediengesetze, die – von Bundesland zu Bundesland verschieden – konkret die Rundfunkordnung in den einzelnen Bundesländern ausgestalten.

S


Service
Alle Sendeinhalte, die dem Hörer helfen oder ihn informieren. Serviceelemente sind Verkehrsnews, Wetter, Veranstaltungshinweise, Pollenflugvorhersagen, Warnungen vor Radarkontrollen u.Ä.


ShowOpener
Klassisches Element einer Sendung zu Beginn jeder vollen Stunde, auf das der Moderator ein kurze Begrüßung spricht (inkl. Namen des Senders, Name der Sendung und Name des Moderators) und die Inhalte der folgenden Sendestunde ankündigt: z.B. Musiktitel, Gewinnspiele, redaktionelle Beiträge, etc. (siehe auch „Teaser” => Funktion: heiß machen und zum dranbleiben motivieren)


Single-Spot
Single-Spots sind Radiospots, die außerhalb der normalen Werbeblöcke geschaltet werden. Durch diese Alleinstellung sind sie besonders wirkungsvoll.


Single-Tandem
Ein exklusiver und aufmerksamkeitsstarker Spot, der aus zwei Teilen (Spot und Reminder) besteht und ein Programmelement einrahmt. Zunächst ist der Spot zu hören, dann das Programmelement, danach der Reminder. Das Single-Tandem wird außerhalb des klassischen Werbeblocks platziert.


Sonderwerbeformen
Sonderwerbeformen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht den Merkmalen klassischer Spots entsprechen, z.B. durch die Platzierung, den Inhalt oder die Form der Kreation.


Sponsoring
Beim Sponsoring werden bestimmte Programmrubriken von einem Werbungtreibenden präsentiert. Dies können z.B. Wetter- oder Verkehrsmeldungen sein, Musikstrecken oder die populärsten Radiosendungen Deutschlands, die Morningshows.


Soundlogo
Eine kurze, unverwechselbare Tonfolge, die als akustisches Wiedererkennungszeichen eines Unternehmens eingesetzt wird. Das Soundlogo ergänzt und unterstützt die Wirkung des visuellen Firmenlogos. Im Radio ersetzt das Soundlogo das visuelle Logo.


Station ID
Die Stationskennung eines Senders. Fester Bestandteil der Station ID ist das Audiologo des Senders. Meist wird auch der Senderclaim genannt. Die Station ID wird eingesetzt, um den Sender von der Konkurrenz abzugrenzen und ihn wiedererkennbar zu machen.


Station Voice
Die Stimme(n), die fast alle produzierten Elemente spricht/sprechen, um dem Sender ein einheitliches und unverwechselbares Klangbild zu verschaffen.


Stinger (auch Abbinder)
Vorproduziertes abschließendes Element, das eine Moderation beendet, und meist noch einmal den von der Stationvoice gesprochenen Sendernamen und die Positionierung enthält. Wird nur dann eingesetzt, wenn der folgende Titel nicht für eine Rampmoderation genutzt wird.

T


Tandem-Spot
Ein Tandem-Spot besteht aus zwei inhaltlich zusammengehörenden Elementen innerhalb eines Werbeblocks, die durch mindestens einen sog. Fremdspot voneinander getrennt sind. Der Tandem-Spot setzt sich meist aus dem Hauptspot und einem nachfolgenden Reminder zusammen.


Tausend-Kontakt-Preis
Kennzahl aus der Radioplanung. Der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) zeigt, was es kostet, mit einer Radiokampagne/einem Sender 1.000 Kontakte zu erzielen. Der TKP wird zur Beurteilung des Preis-Leistungs-Verhältnisses einer Radiokampagne/eines Senders herangezogen. Je geringer der TKP, desto wirtschaftlicher arbeitet die Kampagne/ist der Sender.


Titelsponsoring
Das Titelsponsoring setzt Ihre Marke oder Ihr Produkt über die Top-Shows im Radio optimal in Szene. Imagetransfer heißt auch hier das Zauberwort. Denn Sie nutzen die Beliebtheit von Top-Formaten, wie zum Beispiel den Morningshows, für Ihre Markenführung. Sponsoring der Morningshow: Ein guter Morgen für Ihre Werbung. Der frühe Vogel fängt den Hörer. Und zwar gleich mit dem ersten Radio-Highlight des Tages: der Morningshow. Platzieren Sie Ihre Werbebotschaft in der Radio-Primetime – genau dann, wenn Deutschlands beliebteste Moderatoren aufdrehen. Denn das ist der Moment, in dem auch die Hörer das Radio aufdrehen: beim Frühstück, auf dem Weg zur Arbeit oder im Büro.


Teaser
Vom englischen “to tease” = “vorantreiben”. Bezeichnung für eine live moderierte oder produzierte Vorankündigung, die den Hörer zum Dranbleiben oder Wiedereinschalten animieren soll.


Trailer
Ein aufwändig produzierter Werbespot eines Senders, der auf ein wichtiges Programm-Event hinweist. Beworben werden meist Promotions, Konzerte oder andere Veranstaltungen.

U


Umfeld
Umfeld bezeichnet die inhaltliche Umgebung, in die z.B. eine Werbeform eingebunden wird. Das Umfeld kann der Serviceblock oder eine Musikstrecke sein.

V


Verpackung
Die Verpackung ist ein produziertes Element, das am Anfang und Ende eines gesprochenen Wortelements gespielt wird und die Möglichkeit bietet, einen Kunden mit seiner Marke zu integrieren.


Vodcast
Vodcast ähnelt begrifflich und in der Funktionsweise dem Podcast. Der wichtigste Unterschied liegt darin, dass nicht Audiodateien, sondern Videodateien per RSS-Feed abonniert werden können. Als weitere Begriffe für Vodcast sind Video-Podcasting, Vidcast und Videocast gebräuchlich.

W


Webcast
Webcast bezeichnet speziell für das Internet konzipierte und ausschließlich über das Internet verbreitete Rundfunkprogramme.


Webradio
Webradio ist ein Sammelbegriff für alle über den Medienkanal Internet verbreiteten Audio-/ Rundfunkprogramme.


Weitester Hörerkreis
Alle Personen, die im ma-Interview angeben, einen oder mehrere Sender in den letzten 14 Tagen gehört zu haben, bilden den WHK dieses Senders/dieser Sender.