Nach dem Sommer geht es los: Wie Erstsemester richtig ankommen

Mittwoch, 24.07.2019 08:52 Uhr

Noch laufen die Semester- und Sommerferien, doch bald geht die Uni wieder richtig los. An den meisten Universität Deutschlands startet das Wintersemester 2019/2010 am 14. Oktober.

So auch an den Universitäten in Hamburg, Bremen und anderen norddeutschen Städten. Dann geht es für viele Studenten in das nächste Semester.

Aber auch im Oktober 2019 starten wieder viele Schulabgänger ihr Studium. Im Studienjahr 2018/2019 fiel für 508.828 Studenten der Startschuss. Auch in diesem Wintersemester werden Tausende Studienanfänger in ihr erstes Semester starten. Bis dahin gibt es für kommende Erstsemester noch sehr viel zu tun und zu planen, damit das Studium schon bestmöglich starten kann. Aber was ist das eigentlich alles genau?

 

Wohnungssuche

Viele Studienanfänger wechseln für ihr Studium den Wohnort. Nicht jede Universität bietet die gewünschte Fachrichtung an. Wenn also ein Wohnortwechsel auf dem Plan steht, muss nach einer Wohnung gesucht werden. Denn nicht immer lässt sich Pendeln wirklich als eine sinnvolle Option bezeichnen.

Für das Wohnen in Universitätsnähe existieren dabei verschiedene Optionen:

1.    Studentenwohnheim

In nahezu allen großen Universitätsstädten gibt es Studentenwohnheime. Sie sind speziell für Studenten ausgelegt und bestehen oft nur aus Einzelzimmern oder kleineren Wohngemeinschaften. Je nach Hochschule oder Universität befindet sich das Wohnheim direkt auf dem Gelände oder außerhalb in der Stadt. Diese sind oft sehr gefragt und deswegen müssen Interessierte sich möglichst früh für einen Platz bewerben. Neben der Grundausstattung, die meistens nur die Möbel beinhaltet, müssen Erstsemester ihre Ausstattung komplett selbst mitbringen. Sie sind in der Regel weitaus günstiger als Wohnungen in der Stadt.

2.    Eigene Wohnung mieten

Wird kein Platz in einem Studentenwohnheim gefunden oder angeboten, gibt es auch die Möglichkeit eine eigene Wohnung zu mieten. Das ist häufig sehr kostspielig, kann durchaus aber angenehmer sein, als in einer Gemeinschaft zu leben. Damit Interessierte die Wohnung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden können, sollten sie möglichst früh mit der Suche beginnen. Denn andere Studenten werden sich auch für die Wohnungen interessieren. Viele Vermieter verlangen von Studenten aber eine Mietbürgschaft, meistens von den Eltern oder eine Mietkautionsversicherung. Darüber hinaus ist es natürlich auch hier wichtig, die Wohnung komplett auszustatten:

-       Möbel: Da Wohnungen nur selten möbliert vermietet werden, ist eine gewisse Grundausstattung unbedingt erforderlich. Dazu gehören Bett, Kleiderschrank, ein Arbeitstisch und natürlich auch einige weitere Schränke und Regale.

-       Küchenausstattung: Auch die Küchenausstattung sollte zumindest rudimentär vorhanden sein. Dazu gehören ein Herd, eine Arbeitsplatte sowie auch ein Kühlschrank. Da es im Studium oft auch schnell gehen muss, haben sich Mikrowellen als sehr hilfreich erwiesen. Vor dem Kauf ist es sinnvoll, sich die verschiedenen Modelle anzuschauen und das beste Preis-Leistungsverhältnis zu finden. Zu guter Letzt sollte in der Küche natürlich auch ein Satz Koch- und Essgeschirr, Besteck sowie Gläser und Tassen nicht vergessen werden.

  1. Wohngemeinschaften

Sind Mietkosten für eine eigene Wohnung zu teuer, kann eine Wohngemeinschaft die letzte und beste Möglichkeit darstellen. Zusammen mit Mitbewohnern werden die Mietkosten geteilt. In einer sogenannten WG hat jeder Bewohner sein einziges Zimmer, das Badezimmer und die Küche werden geteilt. Viele Wohnungen, die jedes Jahr als WG angeboten werden, sind sehr gefragt. Wer Interesse hat, sollte die Suche frühzeitig starten. Denn neben den Wohnungen sind angenehme und nette Mitbewohner sehr gefragt.

Finanzierung

Ein Studium kostet Geld. Nicht jeder Student kann auf die Hilfe seiner Eltern setzen. Aber welche Möglichkeiten haben Studenten, um ihr Studium selbst zu finanzieren? Irgendwoher muss das Geld ja schließlich kommen, um Miete, Verpflegung und Semestergebühren zu zahlen.

-       BAföG: Unter Umständen können Studenten BAföG in Anspruch nehmen. Dieses setzt sich zur einen Hälfte aus einem zinslosen Kredit und zur anderen aus einem staatlichen Zuschuss zusammen. Der Kredit muss beim Eintritt ins Berufsleben zurückgezahlt werden. Damit Studenten das BAföG in Anspruch nehmen können, müssen sie die Regelstudienzeit einhalten. Außerdem hängt die Fördersumme mit dem Einkommen der Eltern zusammen.

-       Studienkredite: Auch Banken bieten zusätzliche Förderungen für Studenten an. Diese Studienkredite werden monatlich ausgezahlt. Dadurch wird keine Gesamtsumme festgelegt, sondern setzt sich je nach Länge des Studiums zusammen. Die Beiträge können von 100 € bis 600 € monatlich variieren. Am Ende des Studiums wird der Kredit samt Zinsen zurückgezahlt.

-       Stipendien: Studenten können sich bei Stiftungen um ein Stipendium bewerben. Diese sind natürlich an gewisse Anforderungen gebunden, diese sind oft aber gar nicht so hoch, wie viele erwarten. Je besser die Leistungen des Studenten in Vergangenheit waren und je mehr zusätzliches Engagement vorgewiesen werden kann, desto höher sind die Chancen. Die Finanzierung des Stipendiums kann unterschiedlich hoch ausfallen.

-       Nebenjob: Auch durch Jobben kann das Studium finanziert oder muss dadurch teilfinanziert werden. Dabei müssen Studenten aber spezielle Bedienungen einhalten. Denn das Studium muss im Vordergrund stehen. Deswegen darf nicht mehr als 20 Stunden in der Woche gearbeitet werden, da Studenten sonst aus der Krankenversicherung für Studenten fliegen können. Je nach Höhe des monatlichen Gehalts kann auch mögliches BAföG gekürzt werden oder es werden Steuern und Sozialabgaben fällig.

Ortskenntnis

Viele Schüler waren noch nie auf sich allein gestellt oder mussten sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden. Ein Erststudium kann dann eine ganz neue Herausforderung darstellen. In diesen Fällen ist es nicht schlecht, sich vorher mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Wissen die angehenden Studenten schon vorher, wo sich die verschiedenen Gebäude befinden, wird es während des Studiums einfacher. Auch wenn sie wissen, wo sie in der Stadt Bars, Restaurants oder Läden finden, können sie sich schneller und einfacher einleben und Anschluss finden.

In Einführungsveranstaltungen und Touren, die von anderen Studenten aus höheren Semestern angeboten werden, können schon erste Freundschaften und Kontakte geknüpft werden. Denn zu zweit oder in einer Gruppe wird das Studium einfacher und schöner als ganz allein.

Fazit

Im Oktober 2019 beginnt in den meisten deutschen Universitäten und Fachrichtungen das Wintersemester 2019/2020. Dann geht es auch für viele Erstsemester los. Das Studium sollte aber unbedingt auch vorher geplant und vorbereitet werden.

Studienanfänger sollten sich zuerst um ihre Wohnsituation kümmern. Wer sich gut überlegt, ob er in einem Studentenwohnheim, einer eigenen Wohnung oder in einer WG wohnen will, kann alles gut vorplanen. Die Kosten fallen dabei unterschiedlich hoch aus und die Plätze sind oft nur sehr begrenzt. So ist es auch sehr wichtig zu wissen, wie denn das Studium und das Leben finanziert wird. Um sich nicht gleich finanziellen Problemen aussetzen zu müssen, sollte vorher geklärt werden, wie Studenten ihr Studium zahlen. Außerdem ist es sehr hilfreich, sich schon vorher in der neuen Universität und Stadt auszukennen. So sind die ersten Schritte zu einem erfolgreichen Studium bereits gemacht.

Bildquelle: @ Caleb Minear / Unsplash.com

 

Zurück

Überall Musik hören

Mit unserer kostenlosen App für iPhone und Android

 

Immer top informiert
mit WhatsApp & Co

Service-Check

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.