Baukonjunktur – Die Auswirkungen des Corona - Virus auf die Baubranche

Montag, 24.08.2020 10:44 Uhr

Der Ausbruch der globalen Coronavirus Pandemie betrifft nicht nur den Gesundheitssektor, sondern beeinflusst fast alle Lebensbereiche und somit auch die damit zusammenhängenden Branchen.

Die Baubranche, welche im Dezember letzten Jahres noch einen Umsatzanstieg für die folgenden Jahre erwartet hat, muss nun eher mit einem Rückgang der Einnahmen rechnen. Wer die Entscheidung getroffen hat, ein Haus zu bauen, sollte die Entwicklungen der Lage im Auge behalten, um über eventuelle Komplikationen informiert zu sein.

Wie hat sich die Bausituation bislang verändert?


Die ersten Monate des Jahres 2020 sahen für die Baunindustrie recht rosig aus.Viele Aufträge sorgten dafür, dass die meisten Unternehmen ihren Umsatz um gute zehn Prozent steigern konnten und auch für den Rest des Jahres war eine vielversprechende Auftragslage zu erwarten.

Durch den Corona – Virus und die dadurch entstehende mehrwöchige Quarantäne wurden Bauprojekte zwar vorrübergehend stillgelegt, schon bald konnten die Arbeiten an fast allen Baustellen aber wie gewohnt wieder aufgenommen werden. Bislang hat die Baubranche also kaum schaden genommen.

Dennoch ist Vorsicht geboten, denn die Aussichten für den Rest des Jahres und das darauffolgende Jahr könnten einigen Bauplanungen in die Quere kommen und für teure Verzögerungen in der Fertigstellung sorgen.

Corona - Virus – bedingte Regelungen behindern ein planmäßiges Voranschreiten


Die Regeln zur Vermeidung eines weiteren Ausbreitens des Corona – Virus beinflussen auch die Baubranche in ihrem gewohnten Arbeitsablauf.
Neben vielen Krankschreibungen und den dadurch entstehenden Arbeitskräftemangel, behindern auch nationale Vorschriften zur Distanzierung und Grenzschließung den Fortschritt der Arbeiten.

Denn um, trotz Virus, die Sicherheit aller Arbeiter garantieren zu können, muss das Vorgehen auf dem Bau sehr gründlich geplant werden. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld.

Aufgrund der hohen Kosten sind vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen immer öfter nicht mehr in der Lage die Bautätigkeiten fortzusetzen und auch die Auftraggeber leiden immer mehr an den unerwartet steigenden Kosten.
Hinzu kommt, dass die Anlieferung von Baumaterialien sich durch den eingeschränkten Austausch innerhalb Europas kompliziert gestaltet und teilweise nicht möglich ist. Die Anschaffung alternativer Materialien ist wiederum mit einem höheren Zeit- und Kostenaufwand verbunden.

Dennoch, die Bauindustrie hält sich über Wasser und kämpft sich fleißig durch die Krise.

Was bedeutet das für die Baubranche?


Zwar ist aktuell nicht ganz eindeutig vorauszusehen wie genau sich die Lage entwickeln wird, rechnet man jedoch nicht mit weiteren extremen Zwischenfällen und Ereignissen, wird geschätzt, dass sich der Branchenumsatz am Ende des Jahres etwa auf der selben Höhe befindet wie im Jahr 2019.

Das würde zwar heißen, dass dies in Anbetracht des bislang erreichten Umsatzes einen Rückfall von ungefähr 3% bedeutet, ist im Vergleich zu vielen anderen Branchen aber dennoch eine Erleichterung. Sollten die Auftragsstornierungen allerdings zunehmen, könnte der Umsatz – Absteig sich noch vergrößern.

Foto: Michael Gaida / Pixabay.com

Zurück

Überall Musik hören

Mit unserer kostenlosen App für iPhone und Android

Service-Check