GEW: 600 Lehrer fehlen

Dienstag, 13.08.2019 08:52 Uhr

Land will 1900 einstellen

Kurz vor Schuljahresbeginn hat die Erziehungsgewerkschaft GEW die vom Kultusministerium avisierte Anstellung von 1.900 Lehrern als unzureichend moniert. Zudem seien es auch keine eigentlichen Fachkräfte. Laut GEW-Landeschefin Laura Pooth (Foto) werden schon jetzt mindestens 2.500 neue Lehrer benötigt.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne gibt morgen die aktuellen Einstellungszahlen bekannt. Laut Ministerium waren Ende der vergangenen Woche von rund 1900 ausgeschriebenen Stellen 1690 besetzt.

GEW-Landeschefin Pooth verwies darauf, dass Schulen im ländlichen Raum und in Brennpunktstadtteilen sowie kleine Schulen viele ihrer Stellen nicht besetzen könnten. Generell seien für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen zu wenige Bewerbungen eingegangen. In der Folge habe das Land erneut Stellen umgewidmet und vermehrt Gymnasiallehrer eingestellt. Pooth erwartet daher, dass es wieder Abordnungen von Gymnasiallehrern an andere Schulformen geben wird.

In anderen Fällen würden Berufsanfänger direkt nach der Neueinstellung an eine andere Schulform geschickt. Pooth befürchtet, dass sich die Situation im nächsten Schuljahr noch verschärfen wird. Denn dann werde es wegen der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren einen doppelten Abiturjahrgang geben. Dafür würden 1250 zusätzliche Lehrkräfte benötigt. "Deshalb hätte schon jetzt über den Durst eingestellt werden müssen." Sie erneuerte ihre Forderung, das Land müsse die Lehrer an Grund-, Haupt- und Realschulen finanziell mit den Studienräten an Gymnasien gleichstellen. 

Auch der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL) blickt mit Sorge auf das neue Schuljahr und befürchtet Lehrmangel an Haupt-, Real- und Oberschulen. 

 

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