Bildquelle: Pixabay

Auch in Niedersachsen können immer weniger Kinder schwimmen

Freitag, 05.09.2025 12:25 Uhr

In Niedersachsen, wie auch in vielen anderen Bundesländern, besteht das Problem, dass viele Kinder nicht sicher schwimmen können. Aktuelle Untersuchungen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bestätigen dies erneut. Marco Vogt von der DLRG hebt insbesondere die Schließung von Schwimmbädern als einen der Hauptgründe hervor, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo oft kein Bad in erreichbarer Nähe ist.

Laut DLRG schaffen in Niedersachsen weniger als die Hälfte der Grundschulkinder das Schwimmabzeichen "Seepferdchen" in der vorgesehenen Zeit. Dies bedeutet, dass viele Kinder die Grundschule verlassen, ohne sichere Schwimmer zu sein. Dies kann im Ernstfall lebensbedrohlich sein.

Die Corona-Pandemie hat diese Situation indirekt verschärft, da während der Lockdowns Schwimmkurse für lange Zeit ausgefallen sind. Dadurch hatten ganze Jahrgänge kaum Schwimmunterricht. Hinzu kommt ein Mangel an Lehrkräften. Viele Grundschulen haben nicht genügend ausgebildete Sport- oder Schwimmlehrkräfte. Und selbst wenn Kinder für einen Kurs angemeldet werden können, stehen oft lange Wartezeiten an, da Schwimmschulen und Vereine häufig überfüllt sind.

Die DLRG versucht, dieser Situation entgegenzuwirken. Ob sich die Lage in Zukunft entspannt und wieder mehr Kinder sicher schwimmen können, bleibt abzuwarten.

Zurück