Die Nordsee hat in diesem Sommer Rekordwerte erreicht. Nach vorläufigen Auswertungen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) lag die Durchschnittstemperatur bei 15,7 Grad – so warm wie seit Beginn der Messungen 1969 noch nie. Besonders die westliche und südwestliche Nordsee bis zum Ärmelkanal waren betroffen, dort lagen die Werte teils mehr als zwei Grad über dem langjährigen Mittel. Auch die Ostsee hat sich stark erwärmt: Im Schnitt lag sie in diesem Sommer bei 16,7 Grad. Laut BSH zeigt sich, dass die Ostsee sich langfristig sogar schneller aufheizt als die Nordsee. Die steigenden Temperaturen haben Folgen für Natur und Mensch. Wärmeres Wasser begünstigt das Wachstum von Algen, die dem Meer Sauerstoff entziehen und Lebensräume für Fische und Pflanzen gefährden. Auch Vibrionen, Bakterien, die Infektionen über kleine Wunden verursachen können, vermehren sich in warmem Wasser deutlich schneller.
Mittwoch, 03.09.2025 12:25 Uhr
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