Es wurde erwartet, aber trotzdem war kam die Nachricht unangenehm überraschend. Donald Trump kündigte am Sonntag vor Journalisten an, was er am Montag offiziell zu Papier brachte. Zölle auf Aluminium und Stahl – 25 %. Besonders die Stahlindustrie in Norddeutschland ist in Sorge, richtet Hilfegesuche an die Politik. Aber wie hart sind die einzelnen Bundesländer tatsächlich betroffen. Kollege Cedrick Kunz
Laut Statistischen Bundesamts, wurden allein aus Niedersachsen im letzten Jahr fast 50.000 Tonnen Stahl, Eisen und Aluminium exportiert. Zusammen hatten die Waren einen Wert von mehr als 260 Millionen Euro. Damit liegt Niedersachsen weit vor Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen.
Dann würden uns diese Zölle hart treffen.
Jein, denn nur ein sehr kleiner Teil der Stahlexporte aus Norddeutschland geht in die USA. Die überwältigende Mehrheit geht in andere Länder. Das deckt sich auch mit der Aussage von Bremens Wirtschaftssenatorin, die sagt: „Die angekündigten Stahlzölle werden für Bremen kurzfristig keine gravierenden Auswirkungen haben, da Stahl nur einen kleinen Teil unserer US-Exporte ausmacht, 2023 seien es lediglich gute zwei Prozent gewesen.“ Ähnlich sieht es auch in den anderen Bundesländern aus.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich große Teile der norddeutschen Stahlindustrie gerade in der Transformation zu grünem Stahl befinden. Das kostet Geld und da kommen die Zölle denkbar ungünstig.
Mittwoch, 12.02.2025 12:25 Uhr